Eine ausgeloste Strafe ist besser als eine ausgedachte
Eine Wette endet, jemand hat verloren, und jetzt muss eine Strafe her. Es läuft immer gleich: entweder fällt niemandem etwas ein, oder es kommt eines, das viel zu hart ist, oder der Gewinner fühlt sich verpflichtet, nett zu sein. In allen drei Fällen fällt der Moment in sich zusammen.
Ein Rad klärt das in einer Sekunde. Niemand wählt, also ist niemand verantwortlich.
Genau das bringt euch dazu, ein Pfand anzunehmen, das ihr vom anderen abgelehnt hättet: es steckt keine Absicht mehr dahinter, nur Zufall. Sieben Familien drehen sich, dazu ein Überraschungsfeld, das aus allen anderen zieht, und ihr dreht so oft ihr wollt.
Was auf dem Rad steht
Jede Familie hat ihre eigenen zwanzig Pfänder, geschrieben für ein Paar und im Wohnzimmer spielbar. Nichts wiederholt sich, solange die Familie nicht aufgebraucht ist.
| Die Familie | Was sie enthält |
|---|---|
| Kuss | Kurze, zärtliche Strafen, vom Kuss auf die Schulter bis zum Nasenkuss. Die, die überall gehen, auch vor Leuten. |
| Massage | Schultern, Hände, Nacken, Füße: zwei gestoppte Minuten, die den Druck sofort herausnehmen. |
| Show | Singen, tanzen, nachmachen, vortragen. Die Familie, die fünf Sekunden peinlich ist und zehn Minuten lustig. |
| Beichte | Eine Frage, die wirklich beantwortet werden muss. Diese Familie macht aus einem Spieleabend ein echtes Gespräch. |
| Albern | Lächerlich sein und dazu stehen: vorgegebener Akzent, ein Tier zum Nachmachen, ein Kleidungsstück drei Drehungen lang verkehrt herum. |
| Foto | Strafen, die eine Spur hinterlassen, vom hässlichsten Selfie bis zum ein Jahr alten Foto, das genau nachgestellt werden muss. |
| Zärtlich | Komplimente, geschriebene Zeilen, eine Umarmung, die nicht loslässt. Die einfachsten, und oft die, an die man sich erinnert. |
Wie man das Strafen-Glücksrad spielt
Es gibt keine vorgeschriebene Regel: das Rad ist ein Werkzeug, und ihr entscheidet, was es auslöst.
Nach einer verlorenen Wette
Mit Abstand die häufigste Verwendung. Wer verliert, dreht das Rad und macht es, ohne über das Ergebnis zu diskutieren. Es funktioniert gerade deshalb, weil er nichts ausgesucht hat.
Am Ende eines anderen Spiels
Eine Drehung am Ende eines Quiz oder eines Wahrheit oder Pflicht bringt den Abend wieder in Gang, ohne ein ganz neues Spiel auspacken zu müssen.
Als eigenständiges Spiel
Abwechselnd: einer dreht und erfüllt das gezogene Pfand. Zehn Runden reichen für einen richtigen Moment, und dasselbe bekommt ihr kein zweites Mal.
Mit dem Recht, neu zu drehen
Einigt euch vorher darauf: jeder darf einmal pro Abend neu drehen, ohne sich zu rechtfertigen. Das nimmt den einzigen guten Grund, nicht mitzuspielen.
Häufige Fragen
Wie viele Strafen gibt es?
140, verteilt auf sieben Familien zu zwanzig. Das Überraschungsfeld zieht aus allen sieben: es fügt keine Pfänder hinzu, es ändert nur, wie sie fallen.
Wiederholen sich die Strafen?
Nicht, solange die gezogene Familie nicht leer ist! Jede Familie wird neu gemischt, sobald ihre zwanzig Pfänder heraus sind, was für mehrere Abende reicht, ohne je dasselbe zu bekommen.
Ist es pikant?
Nein. Das Rad ist dafür gemacht, überall gedreht zu werden, auch vor Freunden. Am intimsten wird es bei einem Kuss oder einer Massage. Für deutlich Direkteres haben unsere Wahrheit-oder-Pflicht-Spiele einen eigenen Stapel.
Kann man zu mehr als zweit spielen?
Die Pfänder sind für ein Paar geschrieben, aber nichts hindert euch daran, das Handy in einer Gruppe weiterzureichen: die Hälfte funktioniert so wie sie ist, die andere setzt einfach voraus, dass jemand gegenüber sitzt.
Muss man ein Konto anlegen?
Nein, und es wird nichts gespeichert. Das Rad dreht sich in eurem Browser, auf dem Handy wie am Rechner, und der Zähler startet bei jedem Neuladen wieder bei null.
Ein gutes Pfand bringt niemanden in Verlegenheit
Das einzige echte Risiko bei einem Pfänderspiel ist das Pfand, das für einen von beiden zu weit geht. Die auf diesem Rad sind bewusst wohnzimmertauglich: nichts, wofür man sich ausziehen muss, nichts, das vor anderen bloßstellt, nichts, das man am nächsten Morgen bereut.
Den Rest entscheidet ihr. Und so ist es viel besser!
